| Garten | Dieser Text beschreibt Garten. Der untere Text beinhaltet die Garten Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Garten Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Garten fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Garten möglichst ausführlich zu halten.
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Garten ArtikelEin Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, das mit gestalterischen Mitteln (z. B. Pflanzen, Wege, Wasser, Steine, Kies, Holz, Licht / Schatten
(Beleuchtung) oder Bauten mit Hilfe von Gartengeräten bearbeitet wird, um einen direkten Ertrag zu ernten oder um einem
künstlerischen, spirituellen, religiösem, therapeutischem Zweck bzw. auch ca. der Freizeitgestaltung zu dienen.
Der deutsche Begriff 'Garten' leitet sich von 'Gerte' (indogermanisch 'gher' und später 'ghortos') ab. Gemeint sind Weiden-, Haselnussruten o.a., die - einander verflochten - früher den Garten umfriedeten. Garten = umfriedetes bzw. eingefasstes Land.
Buch-Tipp: Das neue große Gartenhandbuch. Das umfassende Standardwerk Klasse Standardwerk Finde vor allem die große Bandbreite des Buchs sehr gut. Von Rasen bis zu allem, was in dem Garten so wächst oder angepflanzt wird stets umfassende Hinweise. Behandelt Aussaat, Pflege und Vermehrung der Pflanzen ausführlich auch für nicht Experten verständlich. Durch das Register sind mit Namen alle Pflanzen gut auffindbar,... | |
Neben der heute häufig anzutreffenden Form eines Mischgartens, der viele der genannten Aspekte in sich vereint, unterscheidet man in Europa auch
schwerpunktmäßig den Hausgarten oder Nutzgarten, den Kleingarten, Naturgarten, den botanischen Garten und den Versuchsgarten .
Ist ein Garten größer, so dass er von einem einzelnen Menschen nicht mehr neben der Berufsarbeit gepflegt werden kann, und wenn er nicht zu Ertragszwecken,
sondern als ästhetisches Objekt angelegt und unterhalten wird, so spricht man von einem Park, auch wenn sich in dem Namen einer solchen
Anlage das Wort "Garten" erhalten hat (z. B. Englischer Garten in München).
Buch-Tipp: Der Garten für intelligente Faule. Das etwas andere Gartenbuch. Ideen und Praxis Der Garten für intelligente Faule Ein super Buch! Tolle Tips, sich die Gartenarbeit zu erleichtern, "Gartenneulingen" die Auswahl der richtige Pflanzen zu erleichtern, sehr schön: die Übersichten, welche Pflanze wann blüht, beschnitten werden muß, Wachshöhe usw. , dazu tolle Abbildungen. Selbst eingefleischte Gartenfreeks sind begeistert.... |
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In einem Garten benutzt man Nutzpflanzen - (Obst und Gemüse, Küchen- und Gewürzkäuter, Heilpflanzen) und Zierpflanzen
Dazu gehören:
- Sommerblumen - Einjährige oder Zweijährige - blühen in dem ersten oder zweiten Jahr nach der Aussaat
- Stauden - Mehrjährige - ziehen in dem Winter ein und treiben aus Wurzel, Zwiebel oder Knolle wieder neu aus
- Gehölze - Halbsträucher , Sträucher, Bäume ( Laubgehölze und Koniferen) - sommergrüne , wintergrüne ,immergrüne .
- Kübelpflanzen - frostempfindliche Pflanzen, die in dem Haus oder Wintergarten überwintern müssen.
Buch-Tipp: Der Kosmos im Garten Liebe auf den dritten Blick Als ich das Buch zu dem ersten mal gelesen habe, war ich enttäuscht. Irgendwie habe ich den Zugang nicht gefunden und das Buch darum weggeräumt. Aber offensichtlich ist einiges hängen geblieben, denn ich nahm es stets wieder zur Hand, las einige Seiten, einige Kapitel, und schließlich das ganze Buch noch einmal, und... |
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Buch-Tipp: Der grosse Gartenplaner. Planen, entwerfen, kalkulieren Ein wirklich gutes Arbeitshandbuch Der Gartenplaner ist unterteiltin die folgenden Kapitel:- Treppen & Mauern- Wege & Sitzplätze- Zäune & Hecken- Vorgärten & Carports- Licht & WasserJedes dieser Kapitel ist unterteilt in die Bereiche: Planen, entwerfen und kalkulieren. Das Buch ist reich bebildert und es gibt auch sehr viele... |
Gartenbau in dem Alten Ägypten |
Buch-Tipp: Designideen für den Garten. Gartengestaltung Schritt für Schritt Gelungenes Buch über Gartengestaltung Dieses Buch unterstützt den Selbstplaner bei der Ideenfindung (sich klar werden,was man eigentlich möchte!) und begleitet dann bei allen Schritten der Gartengestaltung: Bestandsaufnahme, umzusetzende Wünsche einbringen, Designhintergründe zu Formen und Proportionen, Gartenstile und ein bischen was über Materialien,... |
Von der vordynastischen Zeit bis zu dem Neuen Reich | |
Gartenbau ist schon in der vorgeschichtlichen Zeit getrieben worden, das beweisen die Felsengräber in Beni Hassan
(Ägypten), in denen Abbildungen von Gärten gefunden wurden. Auch der in Tell el Amarna in Mittelägypten von Lepsius gefundene Plan eines
Gartens des dortigen Königs, der zu Anfang des 16. Jahrhunderts. v. Chr. gelebt haben mag, belegt die hohe Entwicklung die die Gartenkunst schon zu diesem
Zeitpunkt hatte. Entscheidenden Einfluss auf die altägyptischen Gartenkultur hatte die Religion. Den Göttern und den verstorbenen Pharaonen zu Ehren pflanzte
man große Tempelgärten an. Aus der Zeit Ramses III. (1193-1162 v.Chr. ) existieren Listen, auf denen 513 Temppelgärten verzeichnet sind. Für alle diese
Tempelgärten - von der vordynastischen Zeit bis zu dem Neuen Reich - gilt, dass sie regelmäßig angelegt waren und Wasser eine zentrale Rolle spielten. Jeder
altägyptische Garten war mit mindestens einem rechteckigen, mit Treppen versehen Wasserbasin ausgestattet. Manche dieser Basins waren so groß, dass sogar
Barken darauf fahren konnten und dienten der rituellen Reinigung. Während für die vordynastischen Gartenanlagen und die Gartenanlagen des Alten Reichs keine
Informationen über den Aufbau des Gartens vorliegen, weiß man aufgrund von Wandmalereien, welche Gestalt die Gärten des Mittleren und Neuen Reichs hatten:
Sie waren streng symmetrisch angelegt; Weingärten, Gemüsegärten, Blumenbeete, Teiche, offene Gartenpavillons und Baumalleen lagen in einem Viereck, das von
hohen Mauern begrenzt wurden. Häufig durchzogen Wasserkanäle das Areal.
Schon für die vordynastische Zeit lassen sich verschiedene Kulturpflanzen nachweisen:
- die Sykomore, auch Maulbeerfeige genannt (Ficus Sycomorus L.), die seit der Zeit des Alten Reiches um 2600 v. Chr. auch als Liebesgöttin Hathor
verehrt wurde und deren Holz die alten Ägypter für den Bau von Möbeln, Schiffen, Särgen und Statuen verwandten.
- die Dumpalme (Hyphaene thebaica L.) und die Dattelpalme (Phoenix dactylifera L.)., die sich beide anhand von Mattenresten, Fallen und Fächern
für diese Zeit nachweisen lassen
- der Wein, den man für die Zeit der ersten Dynastie um 295ß v. Chr. in Abydos und aus der dritten Dynastie rund dreihundert Jahre später in
Sakkara belegen kann.
Wandmalereien in vielen Gräbern dieser Zeit demonstrieren die Mühsal, mit der der Wüste die Gärten abgerungen wurde. Der Garten hatte neben
der wirtschaftlichen auch eine kultische Funktion. Den Göttern und den verstorbenen Pharaonen zu Ehren pflanzte man große Tempelgärten an. Den Höhepunkt
erreichte die altägyptische Gartenbaukunst während der Zeit des Neuen Reiches zwischen 1550 und 1080 v. Chr., eine Phase, in der so berühmte Herrscher wie
Thutmosis III., Echnaton, Ramses II. und Tutanchamun regierten.
Buch-Tipp: Ein Jahr im Garten Wow! Ich kann mich den anderen Rezensenten ca. anschliessen. . . endlich einmal ein richtig tolles Buch, vor allem für den Eigenanbau.
Es ist wie aus dem Leben gegriffen und nicht ca. auf Kommerz ausgelegt. |
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Neben den Belegen für die weiter oben genannten Dumpalme, Dattelpalme und Wein wurden in den Gräbern der Pyramiden
Samen folgender Gartenpflanzen gefunden. Zu den nachweisbaren Pflanzen zählen u.a.: Akazien (Acacia nilotica), Lauch (Allium
porrum), Balsamodendron , Ralamtes aegyptiaca , Zichorien (Cichorium Intybus), Dill, Sellerie, Koriander, Bockshornklee, [[Citrullus
edulis]], Gurke (Cucumis sativus), Erdmandel (Cyperus esculentus), Echte Feige (Ficus carica), Hyphaene thebaica , Juniperus phoenicea ,
Mimusops ummeligella sativa , Granatapfel (Punica Granatum), Ricinus communis, Raphanus sativus , Sapindus .
Buch-Tipp: FLORA-Gartenführer. 324 private und 136 öffentliche Gärten öffnen ihre Pforten nützlicher Wegweiser zu kleinen und großen Gärten Der Gartenführer ist übersichtlich nach Postleitzahlen gegliedert. Die Beschreibungen der Gärten erscheinen vollständig,d. h. Lage,Größe,Beschreibung,Öffnungszeiten,evtl. Eintrittskosten u. s. w. ,teilweise mit Fotos o. Lageplan, die schon Mal einen ersten Eindruck vermitteln,werden sachlich... |
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Auch die alten Inder hatten gut bewässerte und ganz regelmäßig angelegte Gärten, in denen für jede Pflanzenart meist eine besondere Abteilung bestimmt war.
Anders in China, wo der Land- und Gartenbau, ihretwegen auch die Wasserwirtschaft, sich immer in der höchsten denkbaren Blüte befand. Kein Volk der Erde
hat den Garten so kultiviert wie die Chinesen; in ihm haben Herrscher und Reiche einen Luxus entwickelt, der wegen Verbrauchs von Land, Wasser und
Arbeitskräften die Landwirtschaft gefährdete und öfters in die Geschicke des Landes eingriff. Der jetzige kaiserliche Garten bei Peking hat 80 km Umfang
und ist in der Nachahmung der Natur ein Nonplusultra aller Gartenkunst. Landschaften aller Art, von der lieblichsten bis zur großartigsten, wechseln imselben;
der Pflanzenwuchs aller Zonen ist in ihm in der prächtigsten Entwicklung, Bäche, Flüsse, Seen, Dörfer und Schlösser beleben das Bild. Aber die Bewohner der
Dörfer sind eine Art Schauspieler; Sie stellen für den Kaiser, je nach den Anordnungen des Hofmarschalls, in schmucker Kleidung Fischer, Matrosen, Arbeiter,
Handelsleute, Bauern und Soldaten vor und führen dem Herrscher, welchem die strengste aller Etiketten das Erscheinen vor dem wirklichen Volk verbietet, ein
verfeinertes Spiegelbild desselben vor. Die Liebhaberei der Chinesen für Zwergbäume lässt die Anordnungen auch in den größten Gärten doch meist sehr kleinlich
erscheinen.
Die Gärten Japans gleichen den chinesischen, wie die beiden Völker sich gleichen. Derselbe Gedanke liegt ihnen zu Grunde, ca. ahmen jene die Natur noch treuer
nach und suchen große Landschaften in dem kleinen nachzubilden. In Japan werden Gärten nach den Prinzipien des Zen-Buddhismus oder des Feng Shui
angelegt, die bestimmten Mustern entsprechen. Dabei wird vor allem auf Ausgewogenheit der Elemente geachtet.
Siehe auch: Zengarten
Buch-Tipp: Gartengestaltung mit Naturstein. Mauern, Wasserläufe und Terrassen. Bauen ohne Mörtel Sehr hilf- und lehrreich! Über eine Nachbarin konnte ich vorab mir das Buch ansehen, da wir uns Trockensteinmauern in den Garten machen wollen. Am nächsten Tag habe ich das Buch bestellt und bis heute nicht bereut. Klare Anweisungen, viele hilfreiche Tipps und Infos. Ich freu mich schon auf das Mauern. Dieses Buch kann ich ca. empfehlen. . .... |
Rückwirkung auf die europäischen Gartenanlage | |
Zwar hatte schon Marco Polo die chinesischen Gärten beschrieben, die so gänzlich von den europäischen abwichen, aber seine Beschreibungen waren zu vage,
als dass sie großen Einfluss auf die Gartengestaltung in Europa haben konnten. Dies änderte sich, als der Franziskaner Matteo Ripa von seiner Reise in China
zahlreiche Kupferstiche mit brachte, die ein Bild von der chinesischen Gartengestaltung vermitteln konnten. Bei seinem Besuch in England traf er mit zahlreichen
Vertretern des englischen Hochadels zusammen, die in der Gestaltung ihrer Landschaftsgärten diese Ideen bereitwillig aufgriffen.
Buch-Tipp: Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch Ohne Schnickschnack auf das Wesentliche konzentriert Unwichtig, ob Schrebergarten, Wochenendgrundstück, Bauerngarten; ob Blumen, Obst oder Gemüse. Der "Pötschke" ist für mich eine der wichtigen Quellen der Selbstversorgung. Einfach und klar, mit den richtigen Tipps zu Pflanzzeit, Aussaat, Ernte. Sehr gut wird die Lagerung der Ernte beschrieben,... |
Anfänge des Gartenbaus in dem Nahen Osten | |
Von dem Gärten des semitischen Volksstammes, namentlich der echten Araber, Syrer und Assyrer , kennen wir diejenigen des Königs Salomo in
Jerusalem und der Königin Semiramis in Babylon, von denen letztere, großartige Terrassen mit Freitreppen, nicht von ihr (2080-1900, nach anderen 1200
v. Chr.), sondern von Nebuchodonosor (605-562), vielleicht auch von der kühnen Nitokris, der Mutter des Labonit oder Balthasar (wurde 508 getötet),
angelegt wurden.Salomo (1015) war ein großer Gartenfreund und zog, vielleicht zu dem Unterricht, Gewächse aller Art "von der Zeder bis auf den Ysop, der aus der Mauer wuchs"; in
einem zweiten Garten zog man allerhand meist aus Indien eingeführte Gewürzkräuter.
Kyros II. (559-529), der Gründer des großen persischen Reichs, beförderte den Obstbau durch weise Gesetze und durch Schulgärten bei den Anstalten, in
denen die Kinder der Großen seines Reichs erzogen wurden.
Dareios (521-485) ließ bei den Karawansereien der königlichen Poststraße die herrlichsten Paradiese anlegen, schattige Parkanlagen mit Tiergärten, wo auch den
Reisenden nach beschwerlicher Tagfahrt ein kühles Quartier und frisches Wasser geboten wurden. Dem jüngern Kyros (gest. 401) werden zwei solcher Paradiese
zugeschrieben, schattige Alleen und Haine von Platanen, Zypressen und Palmen, zwischen denen die breitblätterige Aloe, herrliches
Rosengebüsch und mannigfache Obstbäume, zahlreiche Blumen, zierliche Kioske, schattige Ruhesitze, Springbrunnen, Vogelhäuser und Aussichtstürme verteilt
waren. Von Obstarten dieser Länder wurden und werden heute noch genannt: Weintrauben, Quitte, Pfirsich, Lotospflaume (Diospyrus Lotus), Pflaumen und Birnen.
Buch-Tipp: Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten. Naturgemäßer Anbau, Ernte, Verwendung Gute Tips, toller Zeitvertreib Weihnachten 2006 hab ich dieses Buch meiner Frau geschenkt. In dem Winter konnten die vielen Tips und Anmerkungen natürlich nicht umgesetzt, beobachtet, etc. werden. Aber dann in dem Frühjahr und auch jetzt in dem Herbst 2007 wird dieses Buch laufend zur Hand genommen. Meine Frau stöbert wirklich gerne darin herum, liest nach,... |
Gartenbau in dem frühen Griechenland | |
In Griechenland waren die Ureinwohner dem Waldkultus ergeben; spätere Einwanderer vom Norden wie von Ägypten und Kleinasien brachten ihre Götter und
ihre Führer (später Könige genannt und zu Heroen, d. h. Göttern zweiten Ranges, erhoben) mit, die zahlreiche Nutzpflanzen einführten, aber die Wälder lichteten
und um die bald versiegenden Quellen Haine pflanzten, auch für künstliche Bewässerung des Landes sorgten. Aus Homers Odyssee sind der Hain der
Kalypso und die dem Helden Odysseus gehörende Insel Ithaka bekannt, ein zusammenhängender, regelmäßig eingeteilter Obst- (und wohl auch
Gemüse-) Garten.
Homers Odysse stellt in allen ihren umfangreichen Beschreibungen nie dar, dass Obst gegessen wird. Und doch machen für den Dichter Birnen, Granatäpfel, Äpfel,
Feigen, Oliven und natürlich Weintrauben einen wohlgeplanten Obstgarten aus, ein Garten, der über lange Zeit in dem Jahr Früchte hervorbringen würde:
- Außer dem Hof ist ein großer Garten nahe der Hoftür
- An vier Morgen, auf allen Seiten vom Zaun umzogen.
- Große Bäume stehen darin in üppigem Wachstum,
- Apfelbäume mit glänzenden Früchten, Granaten und Birnen
- Und auch süße Feigen und frische, grüne Oliven.
- Denen verdirbt nie Frucht, noch fehlt sie winters wie sommers
- Während des ganzen Jahres, sonder der stetige Westhauch
- Treibt die einen hervor und läßt die anderen reifen.
- Birne auf Birne reift da heran und Apfel auf Apfel,
- aber auch Traube auf Traube und ebenso Feige auf Feige.
- (Homer, Odyssee 7,112)Im Jahrh. v. Chr., in Griechenlands klassischer Zeit, gingen Feld- und Gartenbau zurück, man lebte meist in den Städten, wo einige wenige regelmäßige
Anpflanzungen den Einwohnern als Erholungsorte dienten, oder wo die Weltweisen Platon und Aristoteles ihre Schüler um sich versammelten. Die Gemüse
des alten Griechenland waren ziemlich diejenigen unsrer Tage. Aber die Halbinsel mit ihrer Blüte erlag in dem Anfang unsrer Zeitrechnung fremden Eroberern, und erst in
neuerer Zeit sprach man wieder vom Garten auch in Griechenland, unter anderen von dem Schlossgarten, welchen Königin Amalie in Athen anlegen ließ, und der ein
Wunderwerk von Schönheit sein soll; in neuester Zeit hat zwar, nach Professor Landerer, der Garten eine stets größere, allgemeine Ausdehnung gewonnen, dem
aber der harte Winter 1879/80 ganz bedeutend geschadet hat.
Buch-Tipp: Lauben und Hütten Erste Sahne. Super Beschreibung, detailierte Anleitungen und Zeichnungen, vollständige Holzlisten sowie gute Buchqualität sprechen für das Buch. Ich als Schreiner bin begeistert. |
Anfänge des Gartenbaus bei den Römern | |
In Italien hatten die alten Römer die Nutzgärten (Gemüse- und Obstgärten) vom Lustgarten getrennt. Letzterer, durchaus regelmäßig gestaltet, wenn er sich an
die Villa anschloss, war mit zahlreichen Schlingpflanzen an der Veranda, zierlichen Blumenbeeten und künstlich zu allerhand Figuren zugeschnittenen Bäumen
versehen. Die Parkanlagen hatten eine deutende Ausdehnung, waren gleich zeitig Tiergärten, von Mauern u. dgl. eingeschlossen, mit in Stein gefassten Fischteichen,
einem Geflügelhof und Marmorbecken, in deren Nähe Sitzplätze und Gartenhäuschen zu dem Betrachten der Schmuckvögel, und hatten häufig ein architektonisch
angelegtes Bassin mit Wasserkünsten, gewöhnlich von einer Säulenhalle umgeben. Am berühmtesten war die Villa Hadriana des Kaisers [[Hadrian
(Römischer Kaiser)|Hadrian]] in Tibur am Sabinergebirge. Die Anlagen hatten 12 römische Meilen in dem Umfang, enthielten Berge und Täler, Wasserfälle,
Grotten, Wälder, Hippodrom, Theater und viele andere prachtvolle Gebäude. Hier wurde mit Benutzung mancher Überreste in dem 16.
Jahrhundert die Villa d'Este angelegt. Durch Tacitus kennen wir noch andre Kaisergärten Roms, auch den Park am Goldenen Haus
des Nero. Sie hatten künstliche Seen und Wälder, glichen. also einigermaßen unserm modernen Park. Auch in dem Italien des römischen Reichs waren die
Bewässerungsanlagen vollkommen.
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Anfänge des Gartenbaus in der nachrömischen Zeit | |
Nach dem Fall des römischen Reichs verdarb die Vermischung der verschiedensten Völker in Italien den Geschmack; die Besitzungen der Edlen waren unverteidigt,
wurden geplündert und verwüstet, das Land ward ca. für den notwendigsten Bedarf bebaut. Da erhoben sich endlich als die ersten ländlichen Besitzungen die
Klöster, das eine häufig neben dem anderen, und während der Herrschaft der Päpste in dem 8.-12. Jahrhundert waren die Mönche fast die einzigen, die sich mit
Acker- und Gartenbau beschäftigten; Reiche und Mächtige schenkten ihnen, um sich Verzeihung der Sünden zu erwerben, große Flächen Landes mit Hörigen und
belohnten ihre Tätigkeit als tüchtige Landwirte und Gärtner. Der Friede äußerte sich auch durch Einführung vieler fremden Pflanzen aus dem Orient, namentlich
durch reiche Venezianer und Genuesen.
Gaspar de Gabriel , ein reicher toskanischer Edelmann, gründete 1525 den ersten botanischen Garten, dem bald der von Cornaro in Venedig, der von
Simonetti in Mailand, von Pinetta in Neapel u. a. folgten.
1545 wurde vom Senat in Venedig die Anlage eines öffentlichen botanischen Gartens in Padua bewilligt, Papst Pius V. ließ den in Bologna einrichten, der
Großherzog von Toskana den in Florenz, und bald darauf hatte beinahe jede bedeutende Stadt in Italien einen botanischen Garten.
1493 wurde Amerika, 1498 der Seeweg nach Ostindien entdeckt und durch den neuerblühten Handel ein großer Luxus eingeführt,
der sich auch in dem Garten äußerte und den eigentlichen italienischen Gartenstil schuf. Italien gab Gesetze für hauptsächlich regelmäßige Gartenanlagen. Hohe, dichte,
immergrüne Heckenwände und Pflanzungen, welche zugleich Schatten gewährten, stehende and springende Wasser, Grotten, die in dem Winter auch zur Aufbewahrung
der Orangenbäume dienten, mussten die Glut des südlichen Himmels kühlen; reichbesetzte Blumenbeete, in ihrer Form der Architektur des Hauses entsprechend,
erfreuten durch ihre Farben und Formen; Vögel und Vogelnester unterhielten in anderer Weise den Spaziergänger. Ausgrabungen zahlreicher Statuen u. a. aus alter
Zeit gaben Gelegenheit, diese Kunstschätze wieder, häufig vielleicht überreich, zu benutzen und zwar, der leichten Übersichtlichkeit wegen, möglichst symmetrisch.
Die Villen, welche durch guten Geschmack und den Kunstwert ihrer Gärten sich auszeichneten, waren in dem 16. Jahrhundert sehr zahlreich und find zu dem Teil heute
noch erhalten, viele durch Anlagen in dem natürlichen Stil erweitert.
Von Privatgärten neuern Datums, ganz in diesem landschaftlichen Stil gehalten, verdienen Erwähnung: der des Chevalier Forti in Chiara bei Brescia, der Garten Casa
Ramboldi bei Vicenza, Strozzi bei Florenz, der des Fürsten Stigliano Colonna in Neapel, Olivuzza und der Villa Tasca bei Palermo. Frankreichs Gartenbau kennt in dem
Anfang seiner Geschichte ca. das rein Nützliche, erhebt sich ca. langsam zur Beachtung der Blumen und erreicht erst sehr spät das ästhetisch Schöne; jedes
angenehme und nützliche Erzeugnis des Land- und Gartenbaues stammt aus der Fremde, von den Phönikern, Griechen, Karthagern, [[Römisches
Reich|Römern]] und Sarazenen. Karl der Große (768-814) beförderte Acker-, Obst- und Weinbau auf jede Weise, er liebte die Gärten und erteilte
seinen Gärtnern gern Verhaltungsbefehle (siehe Karlsgarten). Er stand in freundschaftlichem Verhältnis zum abbassidischen Kalifen Harun al Raschid (â€
809), durch den er die besten Gemüse und Früchte erhalten haben soll.
Aber unter dem französischen König Heinrich IV. (1589-1610) nahm der Luxus mehr und mehr zu; selbst das Bedürfnis botanischer
Gärten machte sich geltend; 1597 wurde ein solcher in Montpellier, 1626 der in Paris, 1650 ein solcher in Blois angelegt. Die Lustgärten bestanden
zu Anfang des 17. Jahrhundert ca. aus einigen Rasenplätzen, wenigen Bäumen und Blumen, einigen Wasseranlagen, alles wild und vernachlässigt; sie alle waren
eine armselige Nachahmung der italienischen Gärten, aber mit den lächerlichsten Übertreibungen. Diese führten endlich zu einer Krisis, d. h. zur Gründung des so
genannten französischen Stils durch LeNotre ; er legte in dem Auftrag Ludwigs XIV. den Garten von Versailles an, auch in den Formen des italienischen Stils, doch
ohne deren kleinliche Zutaten., ohne die Grotten und Wasserspielereien, aber mit einer bis in das einzelnste durchgeführten Symmetrie. Die Anlage war von großartiger
Einfachheit und durch ihren Schmuck mit Wasserkünsten, Skulpturen und kleinen Bauwerken nachdem Geschmack der Zeit schön, aber in ihrer Größe, wenn nicht
von bunter Volksmenge belebt, öde und traurig. Der französische Stil machte schnell seinen Rundlauf durch die zivilisierte Welt und erhielt sich bis Ende des [[18.
Jahrhundert]]s Doch schon die neuern französischen Anlagen schließen sich dem natürlichen Stil an, wenn auch das Suchen nach Effekt in Blumen- und
Baumpflanzungen sich mehr als nötig geltend macht. Beispiele dieses neuern französischen Stils sind unter anderem: der Park von Monceau, die städtischen
Anlagen von Paris, das Boulogner und das Vincenner Gehölz, das bizarre Wunderwerk der Buttes Chaumont, Ferrieres, Besitzung des Chefs des Hauses
Rothschild, der Garten Gustav v. Rothschilds in der Nähe des Palais d'Elysée.
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Gartenbau in Spanien und Portugal | |
In Spanien blühte der Garten zur Zeit der Mauren und erreichte seinen höchsten Glanz ums Jahr 1000 unter Haschem IL; die mit Orangen, Blütensträuchern,
Blumen, Kaskaden und anderen Wasserkünsten in strenger Regelmäßigkeit, dem Charakter des Gebäudes entsprechend, gezierten Höfe der Paläste waren
zauberhaft schön; aber die Araber wurden durch die Christen des nördlichen Spanien nach und nach zu- rückgedrängt, zuletzt gänzlich vertrieben. Unter [[Philipp
III. (Spanien)|Philipp III.]] erfolgte die Ausweisung aller Abkömmlinge der Mauren, und Spanien wurde durch den Verlust seiner fleißigsten Arbeiter beinahe in eine
Wüstenei verwandelt. - Portugal hatte vor Jahren schon in den Umgebungen von Cintra bei Lissabon nachdem Ausspruch von Lord Byron in seinem "Childe
Harold" ein glorious eden, ein herrliches Paradies; aber seitdem hat ein kunstsinniger und fein fühlender deutscher Fürst, der König [[Ferdinand II.
(Portugal)|Ferdinand]] (von Coburg), dort Gärten hervorgezaubert, mit denen kaum ein anderer Garten Europas sich messen darf.
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Die holländischen Gärten glichen einem Schachbrett in der Einteilung; das Grottenwerk u. a. der italienischen und französischen Gärten ward hier zur kindischen
Spielerei, alles ward kleinlich oder großartig langweilig. Die geschweifte, geschnörkelte Linie der Hausornamente, selbst der Giebel, kehrte in den Gärten an den
Hecken wieder, und die Figuren des Schmuckstücks (.Parterre) wiederholten dieselben Formen. Diese eigentümliche Mode der holländischen Gärten verbreitete
sich um so schneller in Europa, je geschmackloser sie war, und je mehr Willkür dabei waltete. Die lebhafte Verbindung Hollands mit England war Ursache, dass
auch hier der landschaftliche Gartenstil Eingang fand; Anlagen von größerer Bedeutung wurden aber nicht geschaffen, und der alte holländische Stil ist noch nicht
erloschen, das beweisen die Gärten des Villendorfs Broek, wo man alle Spielereien, namentlich in den Baumfiguren, wiederfindet. Dagegen ist Holland groß in der
Blumenzucht (Blumenzwiebeln), Baumschule, Obst- und Samenzucht für den Handel. In England wurden bis Ende des 17. Jahrhunderts. die Gärten regelmäßig
angelegt, und Gabriel Thouin spricht den Engländern das Verdienst ab, den natürlichen Stil eingeführt zu haben; er behauptet, dass Dufresnoy zu Anfang des 18.
Jahrhunderts auf einem Grundstück in der Vorstadt St.-Antoine bei Paris den ersten Mustergarten in dem natürlichen Stil angelegt und somit die Grundzüge des später
"englischer Stil" genannten Geschmacks vorgezeichnet habe. Andre dagegen meinen, dass dieser Stil als ein notwendiges Ergebnis des Fortschritts in dem Geschmack
und der Verfeinerung anzusehen sei, welcher wohl noch durch die Nachrichten von den chinesischen Gärten zu Ende des 17. Jahrhunderts. beschleunigt wurde, aber
kaum mehr als durch vorhandene Beschreibungen der römischen Schriftsteller und moderner Dichter von Naturschönheiten. Mason, der Dichter, behauptet in einer
Note in dem "English garden", dass Bacon der Prophet, John Milton der Herold des neuen Stils, Addison , Pope und Kent die
Ritter des wahren guten Geschmacks gewesen seien. Größere Bedeutung erlangte Brown, Obergärtner in Stowe (bis 1750), dann bei dem Herzog von Grafton,
dem er einen großen See anlegte, der ihm hohen Ruf verschaffte: er wurde königlicher Gärtner in Hamptoncourt und Windsor. Gärtner von Bedeutung waren
außerdem: Hamilton, Shenstone (1764), Mason (1768), Whately (1770), Repton (1752-1817), Price, Night und in der. zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts
der Architekt Chambers. Er war mehrere Jahre in China gewesen und hatte die dortigen Anlagen studiert. Dennoch gewinnt in England der neuere Stil mehr und
mehr Raum.
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Geschichte des Gartenbaus in Deutschland | |
In Deutschland wurde der erste Englische Park vom Baron Otto von Münchhausen in Schnöbber bei Hameln a. d. Weser 1750 angelegt; dann folgte
Hinübers Englischer Garten in Marienwerder bei Hannover, 1765 der beide übertreffende Park zu Harbke bei Helmstedt, Besitzung des Grafen [[von
Veltheim]]. Letzterer besteht noch und enthält die ältesten nordamerikanischen Bäume in Deutschland, besonders Eichen.
1768 wurde der berühmt gewordene, noch vielbesuchte Park von Wörlitz von Schoch und Neumann, vermutlich nach einem englischen Plan, in der
phantastischen chinesisch-englischen Manier angelegt. Die mythische Unterwelt der Griechen, der Vulkan, Grotten etc. entzücken noch das große Publikum, aber
auch der Naturfreund findet hohen Genuss an großen, gut bepflanzten Wasserstücken und herrlichen fremden Bäumen.
Für die Entwicklung des natürlichen Gartenstils in Deutschland hat in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Weimar einen großen Einfluss ausgeübt.
Johann Wolfgang von Goethe, der Begründer einer neuen Richtung in der botanischen Wissenschaft, der Morphologie der Pflanzen, gab hier den Impuls; mit
seinem fürstlichen Freunde, dem nachmaligen Großherzog Karl August, wandelte er die reizende Gegend an der Ilm in dem Süden der Stadt in einen Park um, wie er
noch heute, durch den Fürsten Hermann von Pückler-Muskau verbessert, als lehrreiches Beispiel vor unserm Auge steht.
Ein Vorkämpfer für den natürlichen Gartenstil war Hirschfeld, Professor in Kiel, ein Bahnbrecher in Deutschland v. Sckell in München, der in dem dortigen Englischen
Garten und in Nymphenburg Musteranlagen geschaffen, ein Meister erster Ordnung Lenné, der mit seinem Schüler und Gehilfen Garten Meyer
Charlottenhof und die verschiedenen neuen Anlagen bei Sanssouci, letzterer allein die städtischen Anlagen von Berlin geschaffen. Ein Gartenkünstler von
außergewöhnlicher Bedeutung aber war der Fürst Hermann von Pückler-Muskau, der um sein Muskau, später bei Branitz noch heute
unübertroffene Muster moderner Gärten hinterlassen hat; er unterschied übrigens begrifflich den "Garten" (soviel wie ein "Zimmer" außerhalb des Hauses) streng vom
"Park" (einer künstlerisch gestalteten Landschaft, die ihrerseits ganze Ortschaften umschließen und einbeziehen könne, wie Muskau und Branitz). Herrliche
Gärten sind auch Glienicke , vom Prinzen Karl von Preußen (†1883) angelegt und in immer gleichem Glanz erhalten, die Rheinanlagen der Kaiserin Augusta bei
Koblenz, die Insel Mainau in dem Bodensee, der Park von Babelsberg bei Potsdam u. a.
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